Prolog Banana Island / Patacón

Symposium

Wann? 14.-18.11.2019

Wo? Theater Rampe und Stadtbibliothek Stuttgart

Gemeinsam mit La Fuchsia Kollektiva e.V., schæfer&sœhne,
der Stadtbibliothek Stuttgart, der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg und
dem Theater Rampe laden wir zwei Wochen vor der Premiere von „Banana Island“ zum Prolog ein. Gemeinsam mit unseren Gästen geht es um Kolonialismus, Welthandel, Rassismen und Repräsentation, durch wissenschaftliche, dokumentarische und künstlerische Vertiefung.

Es wird Vorträge, Workshops, Besichtigungen, künstlerische Beiträge und Filmvorführungen geben.


Eine Produktion von

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In Kooperation mit

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Gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart.

Vorläufiges Programm:

Empowerment Workshop - Für Menschen Of Color und Schwarze Menschen ab 13 Jahre

14.11.2019 | 15-18:00 | 1.UG Showroom, Stadtbibliothek Stuttgart

Unter der Leitung von Hotspot of Power

Wurdest du wegen deines Aussehens und/oder deiner Herkunft schon einmal oder mehrfach blöd angesprochen oder beleidigt? Geht dir die Frage „Woher kommst du?“ auf die Nerven? Möchtest du nicht immer gefragt werden, ob du Deutsch sprechen kannst, oder beglückwünscht werden, dass "dein Deutsch so gut ist"? Wir möchten gemeinsam in einer geschützten Gruppe einen Raum öffnen, um diese Erfahrungen zu teilen und Handlungsstrategien gegen Diskriminierung und Rassismus mit euch entwickeln. Der Begriff "Empowerment" richtet sich an die (Wieder-)Herstellung von Selbstbestimmung über die Umstände des eigenen Lebens und Lebensumfelds, als Basis für mehr Sicherheit und Selbstbewusstsein in herausfordernden Alltagssituationen.


Der Workshop wird von Hotspot of Power, einer selbstorganisierte Jugendinitiative von Menschen of Color für Menschen of Color angeleitet.
Der Workshop ist kostenlos.
Er wird auf auf deutsch angeleitet, eine englische Übersetzung ist möglich.
Bitte bequeme Kleidung und Trinkwasser mitbringen.
max. 20 Teilnehmende

Rückfragen und Anmeldung per Mail an mail@apocalyse.dance mit dem Betreff "Empowerment Workshop"

Rückfragen und Anmeldung per Mail an mail@apocalyse.dance mit dem Betreff "Empowerment Workshop"

Bananenkrieg als Alibi? Europas offensive Handelspolitik gegenüber Afrika

14.11.2019 | 20:00 | Café LesBar, Stadtbibliothek Stuttgart

Vortrag von Dr. Boniface Mabanza im Rahmen des Prologs zur Performance Banana Island

Der Vortrag beleuchtet die Neo-Kolonialen Strategien der westlichen Welt. Dabei zeigt er anhand der Freihandelsabkommen der EU mit den afrikanischen, karibischen und pazifischen Ländern argumentatorische Strategien auf. Ausgehend vom so genannten Bananenkrieg, einem Handelsstreit zwischen den USA und Europa während der 90er Jahre, bezieht Dr. Boniface Mabanza Stellung zur externen Einflussnahme auf afrikanische Ökonomien, gegen die nur noch wenige Regionen Widerstand leisten können.

Patacón – La Fuchsia Kollektiva

15.&17.11.2019, 15:00-18:00 | 18.11.2019, 18:00-21:00 | Theater Rampe

Installation

Im Ausstellungsraum werden frittierte, platt gedrückte Kochbananenscheiben (Patacones) hängen, angeordnet wie eine präkolumbianische Goldskulptur in einem Museum. Afrikanische Sklavinnen brachten die Kochbanane nach Lateinamerika; eines von vielen Gerichte aus Kochbanane übernahm auf dem neuen Kontinent den Name einer Währung der Kolonialzeit: Patacón. Ein Video wird die Zubereitung von Patacones zeigen begleitet vom Sound der Stimmen von Patacon-Verkäuferinnen. Es wird Informationen über den moderne Anbau und die globale Kommerzialisierung von Kochbananen geben. Die Installation regt die Sinne der Besucher*innen an, lädt zum Genießen, aber auch zum Nachdenken ein. Das „exotischen“ Gericht, das aussieht wie Gold, ist Symbol von Plünderung, Rassismus und Globalisierung.

Zwischen Bühne und Welthandel

15.11.2019 | 19:30 | Café LesBar, Stadtbibliothek Stuttgart

Ein Podiumsgespräch zu (Neo)Kolonialen Praktiken des Westens

Gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Renata Campos Motta (FU Berlin, Food for Justice: Power, Politics, and Food Inequalities in a Bioeconomy) und O. Hyunsin Kim (Choreographin und Performerin, beschäftigt sich mit der Repräsentation von nicht-weißen Körpern auf der Bühne)  geht es um Kolonialismus, Welthandel, Rassismen und Repräsentation, durch wissenschaftliche, dokumentarische und künstlerische Vertiefung. Das Podiumsgespräch „Zwischen Bühne und Welthandel - (Neo)Koloniale Praktiken des Westens“ bildet dabei einen Höhepunkt. Befragt werden die Zusammenhängen zwischen rassistischen Alltagspraktiken und Repräsentationen in Pop, Theater und Gesellschaft und dem Neokolonialismus in Mittel- und Südamerika, von dem der Welthandel profitiert und der in einer langen Tradition von kolonialen Ausbeutungen auf dem Kontinent steht.

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg.

¡Como en casa!

16.11.2019 | 19-22 Uhr | Landesmuseum Baden-Württemberg

Eine Veranstaltung der Freien Tanz- und Theaterszene Stuttgart

Ein spanisch-lateinamerikanischer Abend mit Tanz, Musik und Theater. Sich »¡Como en casa!« fühlen heißt auf Spanisch sich »wie daheim« fühlen, oder einfach »sich wohlfühlen«. Mit diesem Abend aus Tanz, Musik und Theater stellen sich Künstler*innen aus Spanien und Lateinamerika vor, die seit langem in Stuttgart leben und arbeiten. Sie präsentieren verschiedene Arbeiten in der Form von Kurzstücken. Ein bunter Abend bei dem sich das Stuttgarter Publikum – spanisch sprechend oder nicht – »¡Como en casa!« fühlen kann.

Von und mit: Pilar Murube Carreto, Luis Hergón, Juliette Villemin, Àngels Capell, Daura Hernández García und La FuchsiaKollektiva e.V. (Madga Agudelo, Johana Gómez, Jeiny Cortés und Laura Galeano)


Banana Binge Watching

17.11.2019 | 12-20 Uhr | Theater Rampe

Ein Marathon der Bananenfilme von Dokumentationen über Comedy und Popkultur zu Werbefilmen bis hin zu politischer Propaganda.

Montage - Screening Bananera Libertad (CH 1971)

18.11.2019 | 21 Uhr | Theater Rampe, Stuttgart

Die Veranstaltungsreihe von Michael Piltz & Andreas Vogel zeigt den Dokuklassiker von Peter von Gunten auf 16mm Schmalfilm. Das mit dem Interfilmpreis der Berlinale ausgezeichnete Werk zeigt am Beispiel der Länder Paraguay, Peru und Guatemala die soziale Situation Lateinamerikas Ende der 1960er und den Zusammenhang zwischen der Armut des globalen Südens und dem Wohlstand der westlichen Industrienationen.