ALLES WAS SCHÖN IST


In ALLES WAS SCHÖN IST verhandeln wir lustvoll die Frage, wie wir das gesellschaftliche Zusammenleben aus dem schönen Erleben heraus denken können, ohne uns dabei von den Krisen und der Gewalt der Gegenwart abzuwenden. Wir stellen uns die Frage, wie sähe Kunst aus, wenn das schöne Erleben im Mittelpunkt steht und versuchen uns damit an einer Praxis der Gegenwartsbewältigung.
Die Bühne füllt sich mit unterschiedlich eingefärbten Nebelfronten, die monumental aufeinandertreffen, tiefe, körperliche Klänge, lange Perücken, die die Körper verschwinden lassen, winden sich sinnlich über den Boden, Matsch wird produziert und zur somatischen Erweiterung, zum Exzess. Stimmen ergießen sich in Laute, die Raum und Zeit bekommen, sich in bisher ungehörte Klänge zu entwickeln. Posen werden eingenommen, Make-up wird aufgetragen, extravagante Outfits angezogen. Im Spannungsfeld zwischen lustvollem Ausfüllen eigener performativer Wünsche, Bezugnahme zum aktuellen und komplexen Weltgeschehen und dem Eingehen auf Bedürfnisse der Anwesenden, findet eine Zerreißprobe statt.
Kann eine Revue des schönen Erlebens bestehen, wenn sie gleichzeitig versucht allen und allem gerecht zu werden? Was passiert, wenn der schöne Moment zugelassen wird, wenn die Ratio einen Schritt zurück macht? Was bedeutet das in der Kunstproduktion, die häufig darauf ausgelegt ist, zu lehren und aufzuklären?


ALLES WAS SCHÖN IST ist der dritte und abschließende Teil der Beschäftigung der apokalyptischen tänzerin*nen mit der Dreiecksbeziehung zwischen Publikum,
Performenden und Bühne. Der Abend verbindet die Fragen und Erkenntnisse aus dem ersten (PHASEN DER RÜHRUNG und zweiten (THE MOST CONSUMABLE SHOW ON EARTH) Teil miteinander und sucht nach einem Erzählen für dieses Jahrzehnt der Krisen.



AUFFÜHRUNGEN

Premiere: 7.März 2024 um 20 uhr Theater Rampe
Weitere Aufführungen:
8. März 2024 um 20 Uhr
9. März 2024 um 20 Uhr
10. März 2024 um 15 Uhr

Tickets siehe Theater Rampe


PRESSE

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.performance-im-theater-rampe-sit-in-im-buehnenwohnzimmer.03ab2fbc-9341-4f86-9ca4-c11c0e964df5.html

BESETZUNG

KÜNSTLERISCHE LEITUNG & PERFORMANCE: Mona Louisa-Melinka Hempel, Jasmin Schädler & calendal

AUSSTATTUNG / PERFORMANCE: Sophia Sadzakov

MUSIK: Sara Glojnarić

PRODUKTIONSLEITUNG: Atelier für Kunst + Wirtschaft – Clair Bötschi

ASSISTENZ / PERFORMANCE : Hanna Ulmer

TECHNIK: Nadja Weber & Technikteam Rampe

ABBAU BARRIERE SEHEN: Peter Luttringer & Dahab Borke

ABBAU BARRIERE HÖREN: Hannah Liya Günter, Eva Mario Hasler & Emil Mijic

FOTOS: Dominique Brewing und die apokalyptischen tänzerin*nen

ALLES WAS SCHÖN IST ist ein Projekt von die apokalyptischen tänzerin*nen. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Stuttgart, das Förderprogramm Barrierefreiheit „Stuttgart für alle inklusiv“ und die Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart. In Kooperation mit dem Produktionszentrum Tanz und Performance e. V..


Auf dem Bild ist der Kopf einer weißen Person mit langen dunkel braunen Haaren zu sehen. Sie trägt einen Blauen Overall und hat einen beigen Telefonhörer in der linken Hand. Der Hintergrund ist dunkel.
Der Raum ist dunkel und wird von mehreren Lichtquellen beleuchtet. Personen sind im Raum zu sehen: Einige sitzen auf dem Boden und sind dadurch als Publikum zu identifizieren. Zwei stehen links, hinter einer provisorischen Suppenküche und schauen drei zu, wie sie Wolken durch den Raum tragen. Der Boden ist mit Teppichen bedeckt, und es gibt verschiedene Sitzgelegenheiten wie Kissen und Bänke. An der Decke hängen Kronleuchter. Tischlampen tragen zur Beleuchtung bei. Die Atmosphäre wirkt entspannt und gemütlich.